#bauchreinbrustraus: Der Grund, warum ich mich mehr bewege als sonst

Alles fing mit einem einfachen Lattenrost an...

 

Redakteur. Frohnatur. Stehaufmännchen. Flachwitzfreak. Papa von Levi. Liebender Lebensgefährte. Lieb-hab-Bär. Das bin ich.

 

Ich habe eine wundervolle Frau an meiner Seite, einen kleinen Sonnenschein als Sohn, einen Job der mir Spaß macht, viele liebe Freunde um mich herum - an sich ist alles ganz prima! Und als wäre diese Zeit gerade nicht schon verrückt genug, kam das Leben bei mir mit noch einer weiteren Idee um die Ecke. Aber was will es mir damit sagen? "Christopher, achte mal mehr auf Deinen Körper?" oder "Hey Mann, Du wirst noch ganz krumm." Wenn ich nichts dagegen tue, werde ich irgendwann auch krumm werden.

 

Der Juli 2020 hat mein ganzes Leben verändert. Naja nicht mein ganzes, aber einen großen Teil davon. Ich habe im vergangenen Sommer die Diagnose "Morbus Bechterew" (MB) bekommen. Oder "anylix spondiirgendwas" sagen die Ärzte heutzutage. Wenn ihr auf der Straße eine ältere Person seht, die ständig nach unten guckt, tut sie das vielleicht nicht absichtlich. Dann ist sie von Morbus Bechterew betroffen. Bei MB versteift nämlich mit zunehmendem Alter die Wirbelsäule, weil die Antikörper die Bandscheiben angreifen und der Leerraum dann vom Körper mit Knochenmaterial gefüllt wird. Und irgendwann bekommen die Betroffenen so eine Art "Buckel". MB ist übrigens wie Aids eine Autoimmunkrankheit, sie ist also nicht heilbar. Knapp 500.000 Menschen in Deutschland sind davon betroffen - Gott sei Dank nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Deutschen. 

 

Wie habe ich es gemerkt? Ich habe mitten in der Nacht auf einmal eine Art Rückenschmerzen gespürt, die ich in der Form noch nie hatte. Und nach einer Zeit wusste ich: irgendwas stimmt nicht mit mir. Mehr dazu lest ihr demnächst hier. Und warum schreibe ich hier darüber? Ich will absolut kein Mitleid, andere trifft es mit anderen Krankheiten viel härter. Aber  vielleicht wird mich die Krankheit irgendwann mehr einschränken, als ich erwartet hatte - aber das weiß ich jetzt noch nicht. Ich möchte Euch einfach mit auf eine Reise nehmen und dem/der einen oder anderen Mut machen - für die Situation, wenn das Leben gerade eine andere Idee hat als man selbst. 

 

Mit Morbus Bechterew lässt es sich leben. Man muss sich nur etwas arrangieren mit dem Ganzen. Wie, wo, was - das werdet ihr in diesem Blog Schritt für Schritt erfahren. Wie meine Gefühlswelt in manchen Situationen aussieht, das werdet ihr erfahren. Was für mich jetzt anders ist werdet ihr erfahren. Ob ich jetzt bei manchen Dingen vorsichtiger bin, auch das werdet ihr erfahren.

 

Warum heißt mein Blog eigentlich "#bauchreinbrustraus"? Darüber werde ich Euch zum passenden Moment noch aufklären. Aber warum fing jetzt alles mit einem Lattenrost, den ich einer Bekannten (+ Bettgestell) für meine 1-Zimmer-Wohnung abgekauft hatte, an? Fortsetzung folgt...

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Manuela U. (Sonntag, 18 April 2021 16:19)

    So kenn ich dich, immer positiv. Aus der jeweiligen Situation, auch wenn sie gerade düster ausschaut, das Beste machen. Das mach ich auch so. Denn man kann es nicht ändern. Die Einstellung dazu ist entscheidend. Ich finde es super, wenn du anderen damit Mut machst und ihnen positive Energie mit auf den Weg gibst. Mach weiter so und bleib so lebensfroh und sympathisch wie du bist.
    Lg Manuela �

  • #2

    Anke Körner (Samstag, 01 Mai 2021 10:12)

    Super Idee mit dem Blog.
    Ich bin vor einem Jahr diagnostiziert worden im "hohen" Alter von 58. Meine Tochter ist mir ein grosses Vorbild, um den Alltag zu meistern. Sie hat Mukoviszidose und hat vor 4 Jahren eine neue Lunge bekommen. Sie hat sich nie unterkriegen lassen. Ist mit Sauerstoffgerät in den Hörsaal und hat ihre Vorlesungen gehalten. Ihr geht es prima, hat geheiratet und baut ein Haus. Natürlich hat sie Nebenwirkungen und Begleiterkrankungen von den vielen Medikamenten
    Was hat das mit MB zu tun? Nichts, aber der Umgang mit einer nicht heilbaren Erkrankung das Leben jeden Tag zu genießen, das kann ich von ihr lernen.

  • #3

    Alexandra (Sonntag, 02 Mai 2021 07:38)

    Hi,
    Ich hab im August letztes Jahr die ersten Symtome gehabt und im Oktober die Verdachtsdiagnose erhalten seit Dezember bekomme ich Biologika. Ich bin 38 und mein Leben Krempel sich noch immer um. Tolle Idee mit dem Blog!! Und ja - auch ich bewege mich mehr als sonst :-)