#bauchreinbrustraus: Der Moment, als meine Faszien fast alles erträglicher machten

Die Hausärztin hat mich durchgecheckt. Alle Werte soweit ok. Kein Grund zur Sorge eigentlich. Ich habe mit ihr nochmal darüber gesprochen, wo und wann genau ich Schmerzen habe. Und weil sie aus meinen Werten nicht wirklich etwas herauslesen konnte, hat sie mir Physiotherapie vorgeschlagen.


Meine nächtlichen Schmerzen könnten ja auch Haltungsschäden oder eine falsche Liegeposition auslösen. Bei der Physiotherapie würden sie dann mit mir den Rücken trainieren und mir zeigen, was ich selbst im Alltag tun kann.


Den ersten von sechs Terminen habe ich relativ zeitnah bekommen. Bis dahin sollte mir die nächste Ladung Ibuprofen über die Zeit helfen. 


Verena, seit einigen Jahren Physiotherapeutin in einer Praxis und selbst Sportlerin, habe ich erklärt wie es mir die letzte Zeit ergangen ist. Ich war ziemlich nervös, weil ich Angst vor Aussagen wie "puh, ich weiß leider nicht weiter" hatte. Aber Gott sei Dank war es nicht so. Sie hatte ziemlich schnell einen Plan, was wir machen können. 


Verena hat mir Übungen gezeigt, die ich zuhause auch selbst machen kann. Im Bett, in der Nähe eines Türrahmens oder wenn ich stehe und ein bisschen Platz habe. Als ich die Übungen mit ihr zusammen gemacht habe, hat es an diversen Stellen so heftig geknackt, dass ich mir dachte, vielleicht hat sich jetzt was gelöst. Dazu hat Verena noch meine Faszien im Rücken gelockert. Sie hat ordentlich "zugekniffen", aber es hat gut getan. 


Was sind Faszien eigentlich? Hier eine kurze Erklärung: Faszien sind Weichteil-Komponenten des Bindegewebes. Die bis zu drei Millimeter dicken Häute umschließen Muskeln, Organe, Knochen, Nerven sowie Gelenke und verbinden so alle Bestandteile des Körpers flexibel miteinander. Der Name leitet sich aus dem Lateinischen von fascia passenderweise für „Band“ oder „Bündel“ ab. Faszien sind also eine sehr feine und zähe bindegewebsartige Schicht. Und wenn diese Faszien gelockert werden (Du kennst vielleicht die Faszienrolle oder auch "blackroll"), kann der Muskel darunter wieder besser arbeiten. 


Ich muss sagen, dass die Schmerzen mit den weiteren Behandlungen echt weniger geworden sind. Jedes Mal hab ich mich mehr auf die Behandlung gefreut, weil sich was getan hat. Und nach den sechs Terminen war ich nahezu schmerzfrei, nur hin und wieder hat es nachts mal gezwickt im Rücken.


Jetzt kommt das große ABER: schon nach nicht mal zwei Wochen ohne Faszien-Behandlung und Verenas Support war alles wieder beim Alten. Leider. Zuhause habe ich noch einiges ausprobiert. Sogar Rückentraining mit App und virtuellem Coach. Die Übungen waren super, nur leider hat sich kein Effekt gezeigt. So wirklich gar keiner.


Nur ein paar Wochen später hat sich mein Leben um 180 Grad gewendet. Was dieses Erlebnis war und wie dieses Erlebnis sich auf meinen Rücken und mein Befinden ausgewirkt hat, darüber schreibe ich im nächsten Blog-Eintrag.

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